Wie bekomme ich heute noch Geld auf mein Konto?

Was soll ich mit meinem Geld machen? Und wie lege ich Geld gewinnbringend an?

In Unternehmen steht die Investitionsfrage nahezu jeden Tag auf der Agenda. Welche neuen Projekte sollen getätigt werden? Welcher Investitionsvorschlag wird umgesetzt? Um diese Fragen beantworten zu können, muss in der Regel unternehmensintern einiges an Vorarbeit geleistet werden. Hierbei lautet das Zauberwort: Zukunftsprognose. Die Investitionsentscheidung hängt nämlich hauptsächlich von den möglichen Gewinnen ab, die man im Zuge der Entscheidung für eine der Investitionen in der Zukunft erwarten kann.

In der Theorie ist es ganz einfach

In der Theorie zinst man daher alle potenziellen Gewinne auf den heutigen Tag ab, um so einen aktuellen Gegenwartswert der Investition zu erhalten. 1.000 Euro heute sind ungleich 1.000 Euro morgen – dies sollten Investoren spätestens während ihrer (universitärer) Ausbildung gelernt haben. Es spielen nämlich neben den reinen nominalen Gewinnen auch Zinsen mit in die Entscheidung herein, die man mittels der Barwertmethode zu eliminieren versucht. Dafür zinst man die zukünftig erwartbaren Gewinnen mit einem erwarteten Zins auf den heutigen Tag ab.
Selbiges führt man mit den Kosten durch, die für die entsprechende Investition anfallen. Nun substrahiert man für jede Investitionsentscheidung die abgezinsten anfallenden Kosten von den abgezinsten erwarteten Erträgen. Auf diese Art und Weise erhält man die auf den heutigen Tag abgezinsten erwarteten Gewinne.

Das Projekt, welches den größten Gewinn verspricht, sollte man möglichst umsetzen, um die eigene Vermögenslage langfristig zu optimieren.
Wie das Gefangenendilemma zeigt, ist es allerdings nicht immer sinnvoll, eine Investition zu tätigen, wenn man mittels Absprachen Kontrahenten davon überzeugen kann, ebenfalls auf eine Investition zu verzichten.

Ein Paradebeispiel in der Theorie ist das sogenannte Gefangenendilemma, das mit Marketinginvestitionen äußerst anschaulich wird.

Man nimmt hierfür an, dass es zwei ähnliche Unternehmen gibt, die beide überlegen, Werbung zu schalten. Werbung ist gleichbedeutend mit einer Investition in Marketingmaßnahmen. Diese kostet Geld, verspricht allerdings Gewinne – sofern das andere Unternehmen nicht ebenfalls in Marketingmaßnahmen investiert. Dann profitiert nämlich keiner der beiden von der Werbung, obwohl beide dafür Kosten zu tragen haben. Folglich muss es wohl überlegt sein, welche Investitionen man trotz potenzieller Gewinne tatsächlich tätigt und welche womöglich in einem Gefangenendilemma enden.

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